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Aktuelle Kurzfassungen aus den Top-1.000 Journals

29.07.2010   BMC CancerBestrahlung potenzieller Krebsstammzellnischen im erwachsenen Gehirn verbessert progressionsfreies Überleben von Patienten mit malignen Gliomen

Evers P et al. – Die Autoren stellen die Hypothese auf, dass höhere Strahlendosen in diesen Nischen aus neuralen Stammzellen die Überlebenschance der Patienten durch Zerstörung der Krebsstammzellen steigern. Diese Studie führt zur Annahme, dass die auf Gliome ausgerichtete Strahlenbehandlung der Stammzellnischen im erwachsenen Gehirn gegenüber der Bestrahlung der primären Tumormasse allein erhebliche Vorteile haben könnte und dass Schädigungen durch kleinere Strahlendosen unter Umständen weniger effizient von den DNA-Reparaturmechanismen der Krebsstammzellen entdeckt werden.

Methoden

  • 55 erwachsene Patienten mit Grad-3- oder -4-Gliomen wurden zwischen Februar 2003 und Mai 2009 an der UCLA einer Strahlentherapie unterzogen.
  • retrospektive Studie
  • Mithilfe von Bestrahlungs-Planungssoftware und radiologischen Krankenblättern wurden die subventrikuläre (SVZ) und subgranuläre Zone (SGZ) von jedem dieser Patienten rekonstruiert und die Dosimetriedaten für diese Strukturen berechnet.

Ergebnisse

  • Mithilfe der Kaplan-Meier-Analyse zeigen wir, dass sich das progressionsfreie Überleben bei Patienten, deren bilaterale subventrikuläre Zone (SVZ) mit einer Dosis über der mittleren SVZ-Dosis (= 43 Gy) behandelt wurde, deutlich im Vergleich mit den Patienten verbesserte, die weniger als die mittlere Dosis erhielten (15,0 vs. 7,2 Monate progressionsfreies Überleben; P = 0,028).
  • Eine Durchschnittsdosis von weniger als 43 Gy in der bilateralen subventrikulären Zone führte zu einem Hazardwert von 0,73 (P = 0,019).
  • Bei ähnlicher Analyse der Gesamtverabreichungsdosis wurde keine statistisch relevante Auswirkung festgestellt.

 

29.07.2010   Multiple Sclerosis Die Auswirkung von niedrig dosiertem Naltrexon auf die Lebensqualität von Patienten mit Multipler Sklerose: eine randomisierte placebokontrollierte Studie

Sharafaddinzadeh N et al. – Bei den Variablen Schmerz, Energie, emotionales Wohlbefinden, soziale, kognitive und sexuelle Funktionen, Funktionseinschränkung aufgrund körperlicher oder emotionaler Probleme, gesundheitliche Leiden und allgemeine Lebensqualität wurde zwischen den beiden Gruppen kein statistisch relevanter Unterschied festgestellt.

Die Faktorenanalyse zeigte, dass sich die Gesundheitswahrnehmung (Health Perception Scores) zwischen den Gruppen vor Beginn, in der Mitte und am Ende der Studie statistisch unterschied. Die Studie verdeutlicht, dass gering dosiertes Naltrexon eine relativ sichere Therapieoption bei schubförmig remittierender Multipler Sklerose und sekundär progredienter Multipler Sklerose ist. Ihre Wirksamkeit steht jedoch zur Debatte und wahrscheinlich wird eine Langzeitstudie erforderlich sein ...

29.07.2010   Multiple SclerosisNeu entdeckte Auswirkung von Komorbiditäten auf Multiple Sklerose

Marrie RA et al. – Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass körperliche und geistige Komorbiditäten und nachteilige Gesundheitsfaktoren, wie Rauchen oder Fettleibigkeit, häufig bei Multipler Sklerose (MS) vorkommen und einen Einfluss auf die Krankheit nehmen können.

Diese komorbiden Erkrankungen und Faktoren des Lebensstils beeinflussen den klinischen Phänotyp, die Verzögerung zwischen Eintritt der Symptome und Diagnose, das Fortschreiten der Behinderung und die gesundheitliche Lebensqualität. Bei zukünftigen Studien zu Komorbidität und MS sollten Komorbiditäten und Gesundheitsverhalten berücksichtigt und die verändernde Auswirkung des sozioökonomischen Status, des ethnischen Ursprungs und kultureller Faktoren einbezogen werden. Studien zur Häufigkeit der Komorbiditäten bei MS-Patienten sollten populationsbasiert sein und entsprechende Vergleichsgruppen einbeziehen. Diese Studien sollten die Reihe der analysierten Komorbiditäten erweitern und untersuchen, wie sich die Häufigkeit der Komorbiditäten im Laufe der Zeit verändert ...



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